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Erich Kästner Museumsfestival 2019

 

Ein Rückblick

Glücklich (weil es so gut war) und traurig (weil es jetzt vorbei ist) zugleich fühlen wir uns nach drei turbulenten Festivalmonaten mit tollen Gästen und intensiven Veranstaltungen.
In Kürze steht hier die Gesamtdokumentation des Festivalmarathons "Von Vielfalt und Neuer Sachlichkeit".
Unsere gleichnamige Kabinettausstellung, die Kästner-Stoffe, Gegenwartsliteratur und Materialien zu aktuellen Themen (gesellschaftlicher Zusammenhalt, Mensch & Maschine, neue Bildungskonzepte & kulturelles Gedächtnis) verknüpft, kann während der Museumsöffnungszeiten besucht werden.

Hier ein paar Bildimpressionen des letzten Kapitels "Lassen Sie sich nichts weismachen!".

 

 


„Von Vielfalt und Neuer Sachlichkeit“


120. Geburtstag Erich Kästners / 20. Geburtstag des micromuseum®

Erich Kästner, Jahrgang 1899, wurde Zeuge und Handelnder in einem Jahrhundert voller Kontinuitätsbrüche und Gewalt, Neuanfänge und technischer Fortschritte. Er war in allen literarischen Genres und den Medien seiner Zeit zuhause - ein klarsichtiger Analytiker des Zeitgeschehens, unermüdlich gesellschaftliche Schlüsselfragen thematisierend, technologie- und kommunikationsaffin, dabei zutiefst humanistischen Werten verpflichtet.
Wo stehen wir, die Erben von 1919, 1949 und 1989 heute? Welche Wirklichkeiten bestimmen unsere Haltung?

Erstes Kapitel: Telegramm an alle Welt* 
19.-24. Februar

*Aus: Erich Kästner, „Die Konferenz der Tiere“, 1949

 

Zweites Kapitel: Der synthetische Mensch*
14.-20. März

*Aus: Erich Kästner, "Gesang zwischen den Stühlen", 1932

Drittes Kapitel: Lassen Sie sich nichts weismachen!*
Themenfeld Bildung
3.-7. April

*Aus: Erich Kästner, „Weisheit der Bücher", erschienen am 17.12.1926 in der Neuen Leipziger Zeitung (Nr. 348)


Rückblick

Erstes Kapitel: Telegramm an alle Welt* 
19.-24. Februar

*Aus: Erich Kästner, „Die Konferenz der Tiere“, 1949

Di, 19.2., 19 Uhr
"Dresden 1919. Die Geburt einer neuen Epoche"

Eröffnungslesung mit Freya Klier

Am Beispiel Dresdens erzählte die Autorin von dem schwierigen Wandel des Kaiserreichs in die Weimarer Republik und den wesentlichen Entwicklungen, die zum Entstehen wie auch zum Scheitern der jungen Demokratie führten. Neben Prominenten wie Oskar Kokoschka oder Erich Kästner kamen Vertreterinnen der Frauenrechtsbewegung ebenso zu Wort wie Politiker oder Revolutionäre. Die Autorin formte ein beeindruckendes Panorama, mit dem sie nicht zuletzt die Frage zu beantworten suchte: Erkennen wir heute, 100 Jahre später, vergleichbare Muster in unserer Gesellschaft wieder?

»Die Vergangenheit ragt ins Heute hinein. Auch jene, die hundert Jahre zurückliegt« Freya Klier

Freya Klier, geb. 1950 in Dresden, arbeitete als Schauspielerin und Theater-regisseurin, 1980 war sie Mitbegründerin der DDR-Friedensbewegung. 1988 wurde sie zusammen mit anderen Bürgerrechtlern verhaftet und unfreiwillig ausgebürgert; seitdem arbeitet sie als Dokumentarfilmerin und Autorin. Freya Klier hat viele Preise und Ehrungen erhalten, u.a. das Bundesverdienstkreuz (2012). 2016 wurde ihr der Franz-Werfel-Menschenrechtspreis in der Frankfurter Paulskirche überreicht.

Moderation: Justus H. Ulbricht
Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Dresdner Geschichtsverein e.V.

Fr., 22.2., 19 Uhr
Elektropolis / Die Arbeitswelt von morgen

Offene Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Ruth Hagengruber (Universität Paderborn), Linus Neumann (Chaos Computer Club) und Andreas Ullrich (Netzwerk | Medien | Kunst)

Digitale Technologien übernehmen immer mehr Aufgaben, um die sich zuvor Menschen gekümmert haben. Wie wandelt sich unser Begriff von Arbeit, welche neuen Tätigkeiten können entstehen, wie verändert sich unser soziales Gefüge und wo ordnen wir uns darin ein? Auch Kunst und Kultur werden von der Digitalisierung beeinflusst – mit vielfältigen Folgen für ihre Produktion, Vermittlung und Rezeption.

Ruth Hagengruber – nach mehrjährigem Engagement in der Wirtschaft und Forschungsaufenthalten im Ausland seit 2005 Professorin für Praktische Philosophie, unter besonderer Berücksichtigung der Philosophie der Informatik und der Wirtschaft an der Universität Paderborn

Linus Neumann – Psychologe, Berater für IT-Sicherheit, Netzaktivist, einer der Sprecher des Chaos Computer Clubs

Andreas Ullrich – Medienkünstler, Kurator, Organisator, Herausgeber, Mitarbeit u.a. beim Cynetart Festival für computergestützte Kunst und in der Arts & Culture Sektion, Chaos Computer Congress, 2016

Moderation: Willi Hetze
 

Sa., 23.2., 15 Uhr // 120. Geburtstag Erich Kästners

„Doubutsu-kaigi“ – Ein Mitmach-Musical von Moco Matsumoto basierend auf Erich Kästners „Die Konferenz der Tiere“

Familienprogramm mit Performance, Liedworkshop, Maskenherstellung und Ideenaustausch für Kästners „Ewigen Friedensvertrag“

Wie verbinden wir geschichtliche Erfahrung mit den Herausforderungen der Zukunft? Richten wir unsere Aufmerksamkeit auf Fragen sozialer Ungleichheit oder eher auf linke oder rechte Identitätspolitik? Wie steht es, rund um den Globus, mit autoritären Versuchungen in neuen Gewändern? Werden gerade alte Begründungsmuster reaktiviert oder gilt noch Reden statt Rüsten? Ein erheblicher Teil des Kästnerschen Werkes wurde in mehr als 60 Sprachen übertragen. Auch in Japan ist eines seiner weltbekannten Kinderbücher, ein unterhaltsam-ernster Friedensappell an die seinen 70. Geburtstag - "Die Konferenz der Tiere". Basierend auf dieser literarischen Vorlage hat die japanische Komponistin und Produzentin Moco Matsumoto ein Mitmach-Musical geschrieben und mit großem Erfolg mehrfach unter wechselnder Beteiligung von Künstlern und Laien aufgeführt.

Nun bot Moco Matsumoto gemeinsam mit Kollegen literatur- und musik-interessierten Dresdnern die Möglichkeit, Einblick in die Arbeit der japanischen Komponistengruppe RYUSEI zu nehmen und aktiver Teil des musikalischen Friedensprojektes „Doubutsu-kaigi“ zu werden. Der gemeinsame Nachmittag war zugleich die Vorbereitung für die Videokonferenz mit Tokio am Folgetag.

Moco Matsumoto - Komponistin / Songwriter / Musikproduzentin aus Tokio
Produzentin, Regisseurin und Komponistin von "Concert Musical - Die Konferenz der Tiere" in Tokio

Taro Kubo - Komponist / Arrangeur verschiedener Musikrichtungen aus Tokio / Komponist und Co-Produzent von "Concert Musical – Die Konferenz der Tiere "

Momo Matsumoto - Studentin in Wien, nimmt an mehreren Projekten von Ryusei teil

 

So., 24.2., 11 Uhr
"Doubutsu-kaigi" - Videokonferenz mit Musical Ensemble in Tokio

Gemeinsames Singen und Ideensammlung für Friedenvertrag

So., 24.2., 15 Uhr
Familienparcours durch das Erich Kästner Viertel

„Emil und die Detektive“ feiert das 90. Geburtsjahr. Gemeinsam mit dem Detektiv-Kollektiv Emil und Frl. Blümchen galt es, an mehreren Orten der Dresdner Neustadt Texthinweise zu finden, die ein wichtiges Rätsel um den weltberühmten Autor Erich Kästner auflösten.

Samuel Fink (Emil) aka Rumpelkopf, seines Zeichens Deutschlands einziger Kassetten-DJ, ist als Freischaffender im Dresdner Kulturbetrieb, unter anderem als Mitorganisator der Erich Kästner Rallye, als Schauspielender an der "BÜHNE", als Moderator bei Kulturveranstaltungen jeglicher Art und an Schulen und Kindergärten als "Theatererlebbarmacher", unterwegs. 

Lydia Georgi (Frl. Blümchen), Jahrgang 1993, ist Studentin an der TU Dresden und im letzten Semester ihres Lehramtstudiums. Darüber hinaus spielt sie seit vier Jahren an der BÜHNE, dem Studierendentheater der TU, wo sie im April ihr Regie-Debüt geben wird.

Informationen zum EKV unter www.erich-kaestner-viertel.de

 

 

Rückblick

Zweites Kapitel: Der synthetische Mensch*
14.-20. März
*Aus: Erich Kästner, „Gesang zwischen den Stühlen“, 1932

Do., 14.3. Die Kraft der Imagination
19 Uhr Durs Grünbein, „Aus der Traum (Kartei)“  

Lesung und Gespräch / Moderation Uwe Hübner / Eintritt 8 € / ermäßigt 5 €

Provokativer könnte ein poetischer Buchtitel nicht sein, und doch lässt der Dichter an einem nicht zweifeln: »Ganz insgesamt wird das, was man die Realität nennt, überschätzt.« Und so steuert er im ersten Teil seines Buches mit aller Kraft der Imagination konsequent hinein in die Sturmzone jener Realität, die den meisten als das Maß aller Dinge erscheint.

Durs Grünbeins neues Buch ist eine über Leitmotive miteinander verbundene Sammlung von Schriften verschiedener Genres: aus Aufsätzen, Reflexionen, Reden, Traumnotizen, Vorträgen, Sprechertexten und Gedichten. Ihr Ursprung verdankt sich der speziellen Arbeitsweise des Dichters. Aus der sammelnden und ordnenden Kartei seiner Stichworte ist ein Fundbuch hervorgegangen, das sich auf jeder Seite gewinnbringend aufschlagen lässt.

Fr., 15.3. Homunkulus
10 Uhr Décalcomanie-Workshop
unter der Leitung von Marleen Andreev. Schüler*innen erarbeiten in der Kreativen Werkstatt Dresden Farbabzüge zu Kästners Text „Der synthetische Mensch“ / Teilnahmegebühr 4 €

Unter Décalcomanie versteht man die künstlerische Technik des Farbabzuges oder des Farbabklatsches. In Anlehnung an Kästners Gedicht beschäftigt uns die Frage, welchen radikalen Umbau des Menschen technologische Entwicklungen und Künstliche Intelligenz zur Folge haben können.

Sa., 16.3. Der Konfigurator – Bestellen Sie sich Ihren synthetischen Menschen!
19 Uhr Improshow mit Zuschauervotum 

Konzeption und Regie Dirk Strobel / Mit Spielern der „Freien Spielkultur“ und Tänzern des „Las Tapas Dance Lab“ / der Zugang ist frei
Bei Prof. Bumke kann man sich einen synthetischen Menschen bestellen. Konfigurieren Sie sich Ihr Wunschexemplar! Wie? In unserem Impro-Labor gibt es die passende Versuchsanordnung inklusive Test, Theater und Tanz.

Diese Veranstaltung muss krankheitsbedingt leider ausfallen.

Mi, 20.3. Die Kunst und das unvollständige Leben
19 Uhr Jewgeni Wodolaskin, „Luftgänger“

Lesung und Gespräch / Moderation Hartmut Mangold / Lesung der Texte in deutscher Sprache: Dirk Strobel / Eintritt 8 € / ermäßigt 5 €

Ein Mann erwacht in einem Krankenzimmer und kann sich an nichts erinnern. Sein Arzt verrät ihm nur seinen Namen: Innokenti Platonow. Als die Erinnerung langsam zurückkommt, formt sich das Bild eines bewegten Lebens: Eine behütete Kindheit im Russland der Zarenzeit, der Sturm der Revolution, roter Terror und der Verlust einer ersten großen Liebe. Bald treibt ihn vor allem eine Frage um: Wie kann er sich an den Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts erinnern, wenn die Tabletten auf seinem Nachttisch aus dem Jahr 1999 stammen?
In der Tradition großer russischer Autoren wie Michail Bulgakow und Fjodor Dostojewski entfaltet Jewgeni Wodolaskin am Schicksal eines Einzelnen ein faszinierendes Panorama Russlands.

Jewgeni Wodolaskin, geboren 1964 in Kiew, arbeitet nach einem Philologie-studium und der Promotion seit 1990 in der Abteilung für Altrussische Literatur im Puschkinhaus (Institut für russische Literatur) in St. Petersburg. Sein Roman „Laurus“, ein internationaler Bestseller, wurde in 20 Sprachen übersetzt. „Luftgänger“ wurde bisher in 14 Sprachen übersetzt und stand auf der Shortlist für den russischen Booker Prize. Jewgeni Wodolaskin lebt mit seiner Familie in St. Petersburg.

Das Festivalkapitel findet in Kooperation mit Kreative Werkstatt Dresden e.V. und Aufbau Verlag GmbH & Co. KG statt, gefördert von der Landeshauptstadt Dresden.

 

Rückblick

Drittes Kapitel: Lassen Sie sich nichts weismachen!*
Themenfeld Bildung
3.-7. April

*Aus: Erich Kästner, „Weisheit der Bücher", erschienen am 17.12.1926 in der Neuen Leipziger Zeitung (Nr. 348)


Mi., 3.4. Verwischte Spuren 10 Uhr Wolfgang Korn, „Lauf um dein Leben. Die Weltreise der Sneakers“

Lesung und Gespräch für Schüler / Teilnahmegebühr 4 € Ein spannendes Jugendbuch über die Suche nach einem Paar Sneakers und zugleich eine kenntnisreiche Recherchereise zur Globalisierung. Als auf dem Stadtmarathon ein ungewöhnliches Paar Sneakers gefunden wird, beginnt für einen Reporter ein zweites Wettrennen: Er soll als Erster herausfinden, wer die Schuhe getragen hat, wo sie hergestellt wurden und wer sie entworfen hat. Seine Reise führt ihn von deutschen Marken-Turnschuh-Erfindern zu Produktpiraten in China bis zu Billiglohnarbeitern in Äthiopien. Wolfgang Korn, geboren 1958, schreibt als Autor und Wissenschaftsjournalist über historische und gesellschaftliche Themen. Für „Das Rätsel der Varusschlacht“ wurde ihm zusammen mit dem Illustrator Klaus Ensikat 2009 der Deutsche Jugendliteraturpreis verliehen.

 

Do., 4.4. Zwischen Orient und Okzident
19 Uhr Kenah Cusanit, „Babel

Lesung und Gespräch / Moderation Petra Schweizer-Strobel / Eintritt 8 € / ermäßigt 5 €

1913, unweit von Bagdad. Der Archäologe Robert Koldewey leidet ohnehin schon genug unter den Ansichten seines Assistenten Buddensieg, nun quält ihn auch noch eine Blinddarmentzündung. Die Probleme sind menschlich, doch seine Aufgabe ist biblisch: die Ausgrabung Babylons. Zwischen Orient und Okzident bahnt sich gerade ein Umbruch an, der die Welt bis in unsere Gegenwart hinein erschüttern wird. Kenah Cusanits erster Roman ist Abenteuer- und Zeitgeschichte zugleich – klangvoll, hinreißend, klug.

Der Roman wurde für den Preis der Leipziger Buchmesse 2019 nominiert.

Kenah Cusanit, geboren 1979, lebt in Berlin. Für ihre Essays und Gedichte wurde die Altorientalistin und Ethnologin bereits mehrfach ausgezeichnet.

 

Fr., 5.4. Neue Räume – Neue Wege
19 Uhr Museumssalon mit Ruairí O’Brien

Impulsvortrag „Lernorte für die Zukunft“ / Einweihung der neuen Kabinettausstellung / Gesprächstreibstoff in der SupernoBAR / Eintritt frei

Der Museumsarchitekt und Vorstandsvorsitzende Ruairí O’Brien ist bekannt für seinen zukunftsorientierten, interdisziplinären Arbeitsansatz und die Entwicklung neuer Typologien in Architektur, Lichtdesign und Hochschullehre. Zu seinen renommiertesten Projekten gehören u.a. das mobile interaktive micromuseum® für Erich Kästner, das Plattenbaumuseum Betonzeitschiene, die Gedenkstätte Ehrenhain-Zeithain, die Hologrammfassade in Jena und die Beleuchtung des Obermarktes Freiberg. Als Vorstandsmitglied der Architektenkammer initiierte und kuratierte er 2016 die erste Schulbaukonferenz Sachsens.

O’Brien ist seit 1995 Inhaber des Dresdner Planungsbüros RUAIRÍ O’BRIEN ARCHITEKTUR LICHT RAUMKUNST und Gründer der Mobile School of Lighting Design (MSLD). Seit 2017 ist er zudem Associate Professor and Head of the Architecture and Visual Design Department an der German University in Kairo und betreut dort mehrere Projekte im Kontext von Raum- und Bildungskonzepten.

 

Sa, 6.4. Bücherwelten und Bildsprachen /
Die Erich Kästner Gesellschaft zu Gast


19 Uhr Andreas Bode, „Emil im neuen Gewand: Neuillustrierung von „Emil und die Detektive“ und anderen Kinderbüchern Kästners im Ausland“

Vortrag und Diskussion / freier Eintritt

Andreas Bode nimmt sich einige der Kinderromane Kästners vor, vor allem ausländische Ausgaben von „Emil und die Detektive“, und unterzieht ihre Neuillustrierung einer kurzen stilkritischen Analyse. Dabei werden einige Fragen erörtert, etwa, was die Gründe dafür sein können, dass manche Verlage Erich Kästners Bücher überhaupt neu illustrieren lassen, obwohl doch die Bilder von Walter Trier perfekt zu Kästners Texten zu passen scheinen, und, ob es besondere Gründe gibt, dass die Verlage in den ehemaligen sozialistischen Ländern besonders häufig andere Illustratoren als Trier gewählt haben.

Andreas Bode, geb.1942 in Leipzig, studierte in München, Stockholm und Moskau osteuropäische und neuere Geschichte, sowie Slawistik, gefolgt von der Ausbildung zum wissenschaftlichen Bibliothekar des höheren Dienstes in München. Von 1978 bis 1983 war er Leiter der Bibliotheken der Hochschule der Künste in Berlin und anschließend bis 2007 Direktor der Internationalen Jugendbibliothek in München.


20 Uhr Remo Hug, „Die bunte Welt der Kästner-Bücher

Vortrag und Diskussion / freier Eintritt

Von Erich Kästners Büchern ist bis dato eine fast unüberschaubare Fülle von Ausgaben und Auflagen entstanden, seine Werke sind in zahlreiche Sprachen rund um den Globus übersetzt worden. Eine exakte Erfassung und eingehende Beschreibung dieses enormen Korpus ist bisher allerdings ausgeblieben. Remo Hug arbeitet seit Längerem daran, diese Forschungslücke zu schließen; in seinem Vortrag gibt er anhand repräsentativer Beispiele einen informativen Einblick in diese bunte Bücherwelt und zeigt mithilfe vieler Bilder, wie sich Erscheinung, Ausstattung und Aufmachung der Kästner’schen Werke im Verlaufe ihrer jahrzehntelangen Publikationsgeschichte weltweit gewandelt haben.

Remo Hug wurde 1967 in der Schweiz geboren. Studium der neueren deutschen Literaturwissenschaft und Philosophie, Tätigkeit als Korrektor und Redakteur für verschiedene Zeitungen, seit 2009 freiberuflicher Lektor. 2006 veröffentlichte er die Monographie Gedichte zum Gebrauch – Die Lyrik Erich Kästners, für Sammelbände verfasste er außerdem drei umfangreiche Artikel über Kästner. Zurzeit arbeitet er an einer auf drei Bände angelegten, detaillierten und reich illustrierten Darstellung des gesamten in Buchform veröffentlichten Werkes von Erich Kästner samt einer Primärliteratur-Bibliographie aller Ausgaben und Auflagen, die bis heute weltweit erschienen sind.

So, 7.4. Von Hausapotheken und Gemischten Gefühlen
11 h Die Mitglieder des Meet & Read Literaturclubs lesen gesammelte Texte Erich Kästners

Diskutieren über Literatur ist langweilig? Nicht im Literaturhaus Villa Augustin! Vorgestellt und besprochen wird Prosa des 20. und 21. Jahrhunderts in deutscher Sprache. Der Literaturclub trifft sich an jedem ersten Dienstag des Monats um 19 Uhr. Neugierige sind willkommen! Das Erich Kästner Museumsfestival wird von der Landeshauptstadt Dresden gefördert.

Das Erich Kästner Museumsfestival wird von der Landeshauptstadt Dresden gefördert.

Überblick über vergangene Festivals

2004   Perfektion / Imperfektion
2005   Zeitmaschine
2006   Trojanisches Pferd
2007   Konstruktion
2008   Globalität
2009   Mobilität
2010   Generationen
2011   Schatzkiste
2012   Gegensatz und Widerspruch
2013   Von Baske bis Zylinder
2014   Lebenszyklen - Vom Gehen und Bleiben
2015   Aufbruch. Neue Räume - Neue Wege
2016   Erich Kästner und der heilige Hieronymus
2017   Kommunik@estner - Von der Brieffreundschaft zur Weltvernetzung
2018   Raus mit der Sprache

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