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Dresdner Lyrikpreis 2016

Am 30. Oktober wurde der renommierte Lyrikpreis der Landeshauptstadt Dresden zum 11. Mal vergeben. Die prominent besetzte Jury hatte angesichts des in diesem Jahr besonders stark besetzten Finalistenfeldes mit sehr unterschiedlichen lyrischen Positionen eine schwierige Wahl zu treffen. Es freue ihn, so Laudator Prof. Urs Heftrich aus Heidelberg, dass die Schwierigkeit dieser Wahl in der Doppelplatzierung auf der obersten Stufe des Treppchens zum Ausdruck gekommen sei. Gerade bei einem bilingualen Preis könne er sich eigentlich kein besseres Ergebnis vorstellen.

Die beiden Preisträger, aus Prag und Köln kommend, zeichneten sich nicht nur durch sehr gute Gedichte, sondern auch durch besondere Vortragskunst aus. Simona Racková, Dichterin, Redakteurin, Herausgeberin und Kritikerin schreibt genau dann und deshalb Gedichte, wenn und weil sie keine Kontrolle über die Sprache haben will. Viel Lob erhielt sie von Laudatorin Lea Schneider, Dichterin aus Berlin und Lyrikpreisträgerin 2014: "Es sind Gedichte, die etwas Unerhörtes tun, etwas, das in der gegenwärtigen Lyrik fast nicht vorkommt: Sie beziehen Position, sie machen sich angreifbar... Diese Gedichte haben keine Angst, von Themen zu sprechen und Sprachregister zu verwenden, die im literarischen Kanon verpönt sind, und ebenso wenig haben sie Angst vor der Unfertigkeit, vor der Versuchhaftigkeit und Offenheit, die jedem wirklichen Nachdenken anhaftet."Die Klasse des zweiten Preisträgers, Guy Helminger, Autor von Gedichten, Romanen, Hörspielen und Theaterstücken, beschrieb Laudator Urs Heftrich anhand des Wettbewerbsgedichtes "Einkauf" folgendermaßen: "Stellen wir uns vor, wir sind morgens mit dem Fahrrad zum Bäcker gefahren. Was macht ein Dichter wie Guy Helminger aus dieser Situation? ... In 21 Versen verwandelt sich hier eine Alltagssituation, die an Banalität kaum zu überbieten scheint, zu einer mehrsträngigen Geschichte... Helminger versteht es, aus kleinen, präzisen Beobachtungen seiner Umgebung einen Funkenregen von Assoziationen zu schlagen... Am bemerkenswertesten aber erscheint mir der Humor, mit dem er das Dramatische sofort wieder allen Pathos beraubt." 

Guy Helminger wurde für seine Leistungen auch noch mit dem Publikumspreis 2016 ausgezeichnet.

 

 

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