Zugang barrierefrei

Öffnungszeiten

 

Sonntag - Mittwoch    10 – 18 Uhr

 

Donnerstag – MUSEUM nur für angemeldete Gruppen und Schulklassen

Donnerstag – Lesecafé und Museumsshop geöffnet                        10 – 18 Uhr

 

Freitag                          10 – 18 Uhr

Samstag                       geschlossen

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Gedanken des Architekten


Das mobile, interaktive micromuseum® ist ein neuartiges Modell für Personalmuseen der Zukunft, die nicht über Nachlässe verfügen.
Das Verbundprojekt aus Literatur, Architektur, Kunst, Kommunikation und Technik kombiniert sinnliche Museumsinhalte mit neuester Medientechnologie.

Maßgeschneidert entwickelt wurde, im Kern dem menschlichen Maß angepaßt, zunächst für einen 15 qm Raum in der Dresdner Neustadt, wo Erich Kästner von 1899 bis 1917 lebte, das Konzept einer "begehbaren Schatztruhe". Nach dem abgewandelten architektonischen Prinzip "less is more" wurden ressourcensparend mehrere Realräume in einem Raum entworfen. Durch den Einsatz des globalen Netzes, des Virtualraumes, wird bei gleichzeitigem ökologischem Gewinn durch Bewegungsersparnis größtmögliche Publikumswirksamkeit erzielt. Während das herkömmliche Museum seine Gäste meist "nur" zur Betrachtung einlädt, muß der Besucher des interaktiven micromuseums® selbst auf spannende Entdeckungsreise gehen.

Betritt er das Museum in der Antonstr. 1, steht er unmittelbar vor einem eleganten 2 Meter hohen, 3 Meter langen und 1,2 Meter breiten Objekt. Dieses Objekt ist das Museum selbst, ist ein Kunstwerk an sich, das der Besucher untersuchen und bedienen muß, um an die darin enthaltenen Informationen zu gelangen. Er wird allmählich bemerken, daß der massive Körper sich öffnen läßt wie eine Frucht. Bausteinartig können ein Dutzend Einzelteile herausgelöst werden, deren Innenteile sich als gut bestückte Bücherregale, aufziehbare Schubladen und Ausstellungsvitrinen für Fotografien und persönliche Gegenstände entpuppen. In der Raummitte installiert, bleibt der begehbare Kern, eine Art multimedialer Zeitmaschine. Durch den physischen Vorgang des langsamen Öffnens, der eine Gegenbewegung zur Geschwindigkeit der neuen Medien bildet, wird das Spiel mit Zeit und Tempo sinnlich erfahrbar. Und mit jedem Besucher, der den Museumskörper öffnet, entsteht eine neue freie Choreographie. In dem Kern findet der Kästner-Forscher neben Büchern und anderen Originalobjekten vor allem Audio- und Videotechnik sowie eine mit neuester Computertechnologie ausgestattete Arbeitsstation, mittels derer auch aktuellste Informationen zu Erich Kästner mehrsprachig abrufbar und kommentierbar sind.

Objekte des Kästnerschen Nachlasses - die in der Mehrzahl nicht zu erwerben sind - könnten so zumindest am Bildschirm gezeigt werden. Gegenwärtige und vor allem auch zukünftige Kästner-Fans aller Altersklassen können regelmäßig ihre Nasen in den realen ebenso wie in den virtuellen Raum stecken, um Neuigkeiten zu erfahren.

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