Öffnungszeiten

 

Sonntag - Mittwoch     10 – 18 Uhr

 

Donnerstag – MUSEUM nur für angemeldete

Gruppen und Schulklassen

Donnerstag – Lesecafé und Museumsshop geöffnet 10 – 18 Uhr

 

Freitag                        10 – 18 Uhr

Samstag                     geschlossen

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Das architektonische Konzept

Welche Aufgaben, welche Ziele, welches Potential zur Selbsterneuerung hat die Institution Museum angesichts der einschneidenden Veränderungen im neuen Jahrhundert?
Wie kann sie zukunftsfähig bleiben angesichts von Globalisierung, Ressourcenknappheit, drängenden kulturellen Identitätsfragen, von außerschulischen generationsübergreifenden Bildungsanforderungen und neuesten wahrnehmungspsychologischen Erkenntnissen?

 

Diesen Fragen hat sich der Gründer des Erich Kästner Museums, Ruairí O’Brien, bewusst gestellt und daraus einen weltweit singulären Museumstyp entwickelt. Das mobile interaktive micromuseum® bildet eine Schnittstelle zwischen Architektur, Kunst, Skulptur, Gebrauchsgegenstand und wissenschaftlichem Arbeitsinstrument. Nicht nur der Kurator, insbesondere der Museumsarchitekt sollte heute ein „Wissenschaftskünstler“ sein, der die Exposition ihrem Wesen entsprechend auf ergonomische, ästhetische und didaktisch bestmögliche Weise baulich widerspiegelt und prägt. Eine intelligente, wachstumsfähige Museumsarchitektur ist in der Lage, die vermeintlichen Gegensätze unserer Zeit – Geschwindigkeit/Langsamkeit, virtuelle/reale Welt, Perfektion/Unvollständigkeit, Masse/auf optimale Reduktion orientierte Technologie, Tradition/Zukunftsfähigkeit, kulturelles Erbe/Erlebnisgesellschaft, Globalität/lokale Identität, um nur einiges zu nennen – miteinander zu verbinden.

 

Durch die ressourcensparende mikroarchitektonische Implantation wurde nicht nur authentische alte Bausubstanz, sondern zugleich ein wichtiges städtebauliches Areal inmitten der Dresdner Neustadt neu belebt und erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Diese lebendige Denkmalpflege erfüllt den Anspruch, Historisches zu bewahren und in die Gegenwart und Zukunft zu transportieren, indem sie die vorhandene Identität (alter Baukörper) zur Entfaltung bringt und in Einklang mit dem Neuen (aktueller Inhalt und Funktionalität) setzt.
Die Museumsstruktur ist ein neuartiges Haus im Haus, das gleichzeitig in dem denkmalgeschützten realen Haus der alten Welt, der Villa Augustin, und dem virtuellen "Globalhouse" ein Zuhause gefunden hat.

 

Der einzelne Besucher ist dazu eingeladen, ganz nach Lust und Laune und individuellem Tempo die lebensgroßen Museumsbausteine zu entdecken und "dahinter zu schauen", sich in einzelne Objekte zu vertiefen. Jeder dieser Bausteine ist ein selbständiges Objekt, das gemeinsam mit den übrigen Elementen wiederum ein autarkes Ganzes bildet (13+1=15).

 

Am Computer-Arbeitsplatz gelangt der Besucher aus dem sinnlich erfahrbaren in den virtuellen Globalraum, der eine ständig wachsende, einmalige Datenbank zu Leben, Werk und Werkrezeption Erich Kästners sowie die Kommunikationsmöglichkeit mit der Kästner-Gemeinde weltweit anbietet. Durch den langsamen physikalischen Öffnungsprozess wird ein Ausgleich zur Geschwindigkeit der Neuen Medienwelt geschaffen. Das sparsame Gesamtkunstwerk wurde nach dem Bausteinprinzip entworfen und in Entsprechung in mehreren Etappen – je nach vorhandenen Geldmitteln und Inhalten – gefertigt bzw. gefüllt. Es ist ein wachsendes "sich selbst erneuerndes Museum", das auf die Besucherbedürfnisse reagieren kann.

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