Öffnungszeiten:

 

Sonntag - Freitag 10 - 18 Uhr

Donnerstag nur für angemeldete Gruppen und Schulklassen, Lesecafé und Museumsshop im 1.OG sind geöffnet

Samstag geschlossen

Weihnachten: 24.12.-27.12. geschlossen / 28.12.-30.12. 10 - 18 Uhr geöffnet

Jahreswechsel: 31.12.-4.1. geschlossen / 5.1. 10-18 Uhr

 

Anfahrt und Adresse [hier]

 

 

Erich Kästner Museum Dresden

Das mobile interaktive micromuseum®

                                       

Seit seiner Eröffnung an Kästners 101.Geburtstag (23. Februar 2000) ist das Erich Kästner Museum in der Villa Augustin ansässig. Es zeigt den weltbekannten Kinderbuchautor, Gebrauchslyriker, Journalisten und Medienmann Erich Kästner als exemplarischen Autor des 20. Jahrhunderts. Korrespondierend mit der fassadenlosen Bausteinstruktur der Museumsarchitektur wird nicht ein vorgefertigtes Bild Erich Kästners, sondern es werden verschiedene Facetten von Leben und Werk vermittelt.

Kästner gehört zu den unglücklichen Schriftstellern der Moderne. Er verbirgt sich –in Leben und Werk– in immer neuen Entwürfen eines "anderen Ich"; in der "Maske" aber verschwindet das "Gesicht". Sein Leben endete in Resignation, die letzten Jahre sind von einer Schaffenskrise überschattet. Diese Situation ist keine biografische Zufälligkeit, sondern sie resultiert aus dem Wandel des medialen Ortes und dem Verlust an politisch-gesellschaftlicher Repräsentativität von Literatur. Kästner hat diese Wandlungsprozesse nicht nur beobachtet, sondern er hat sie aktiv gestaltet und auch exemplarisch erleiden müssen.

Das neuartige Museumskonzept bietet hierzu bei bewusst geringem Ressourcenverbrauch ein Höchstmaß an spannenden Informationen auf Sichtbarkeits- und Vertiefungsebenen, mit denen sich Besucher aller Generationen spielerisch die komplexe Kästner-Welt erobern können. Angeboten wird eine Methodik der Informationsvermittlung, die auf selbst bestimmtes informelles Entdecken, auf eine Neukontextualisierung der Museumsgegenstände und des eigenen Wissens setzt. Staunen, Spaß, Verstehen, Autonomie und Zeit, das möchte dieses Museum seinen Gästen schenken.

„In diesem Museum ist jeden Tag Ausstellungsbeginn – und zwar deshalb, weil nicht zwei Besucher das gleiche Museum besuchen. Das Museum entsteht beim Besuch. Der Besucher gestaltet es. Damit er es gültig gestalten kann, helfen ihm die Museumsmacher. Sie haben allerhand ausgewählt, präpariert, vorbereitet. Aber das Tor zur Erkenntnis (die Schublade zu Kästners Leben) muss der Betrachter alleine öffnen. Was er findet und wie er es findet, das hängt von ihm ab. Aber dass er etwas findet, was ihn herausfordert, dafür haben die Museumsmacher gesorgt.“

(Prof. Dr. Volker Ladenthin, Institut für Erziehungswissenschaften der Universität Bonn)

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