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2006: "Das Trojanische Pferd"

2006: "Das Trojanische Pferd"

Kabinettausstellung zu Erich Ohser (e.o. plauen)

 

Das Trojanische Pferd wirkt bis heute als Sinnbild für die Ambivalenz ökonomischer, technologischer und kultureller Errungenschaften. Im Stadtjubiläumsjahr 2006 zelebrieren wir das exemplarische Lebenswerk Erich Kästners und zugleich die Kulturinstitution micromuseum® als kreative Trojanische Pferde in der urbanen Gesellschaft.

 

Anlässlich der 800-Jahrfeier, der Nominierung Dresdens zur „Stadt der Wissenschaft“ und des bundesweiten Informatikjahres diente das Trojanische Pferd als vielfältiges Symbol für nachhaltige kulturelle und kulturpolitische Entwicklungspotentiale.

 

Ohser (1903 - 1944) war ein Freund und Reisebegleiter Kästners und Illustrator Kästnerscher Lyrik. Er wollte mit seiner Arbeit für die von der NSDAP-kontrollierten Wochenzeitung Das Reich wie viele andere prominente Intellektuelle der 30er und 40er Jahre, die politische Funktion eines Trojanischen Pferdes einnehmen. Ähnliches beabsichtigte Erich Kästner mit seinem Bleiben in Deutschland während des Nationalsozialismus.

 

Erich Ohser (e.o. plauen) wurde durch seine Bildgeschichte "Vater und Sohn" bekannt. Diese Serie stellt jedoch nur einen kleinen Ausschnitt aus seinem künstlerischen Vermächtnis dar.

 

Zu seinen Arbeiten gehören außerdem Porträt- und Aktzeichnungen, Tier- und Landschaftsstudien, politische Karikaturen und Witzzeichnungen sowie Buchillustrationen u.a. zu Gedichten Erich Kästners.

 

Von 1929 bis 1933 publizierte Ohser regelmäßig im sozialdemokratischen Vorwärts, in welchem er die KPD der Kollaboration mit den Nationalsozialisten anklagte. Von 1940 bis 1944 arbeitete er selbst für letztere, als er unter dem Pseudonym e.o. plauen regelmäßig politische Zeichnungen in der Wochenzeitung Das Reich veröffentlichte.

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