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Öffnungszeiten Museum

Sonntag - Mittwoch
und Freitag                   10 - 18 Uhr

Donnerstag ist das MUSEUM nur für
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Öffnungszeiten Lesecafé und Museumsshop

Sonntag - Freitag        10 – 18 Uhr
Samstags ist das Haus geschlossen.

Am Mittwoch, den 20.11., ist unser Haus trotz Feiertag geöffnet!

 

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Dienstag, 19. November

Natascha Wodin „Irgendwo in diesem Dunkel“
Lesung und Gespräch im Rahmen der Reihe „Sprachen machen Leute"

 
In Sie kam aus Mariupol, ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse, hat Natascha Wodin ihrer Mutter ein berührendes literarisches Denkmal gesetzt. Jetzt lässt sie ein Buch folgen, das an den Freitod der Mutter 1956 anschließt. Erzählt wird die Zeit, als die ältere der beiden Töchter sechzehn ist. Sie lebt beim Vater in den "Häusern" am Fluss, abseits vom deutschen Städtchen, unter Verschleppten und Entwurzelten in einer Welt außerhalb der Welt. Als Tochter ehemaliger Zwangsarbeiter im Nachkriegs-deutschland wird sie misstrauisch beäugt und gemieden von den Deutschen.
Es ist eine ungeheuerliche Geschichte der Ort- und Obdachlosigkeiten, erzählt in der klaren, um Sachlichkeit bemühten und doch von Emotion und Poesie getragenen Sprache Natascha Wodins, die ihresgleichen sucht.


Natascha Wodin wurde als Kind sowjetischer Zwangsarbeiter geboren und wuchs in Lagern für Displaced Persons auf. In den achtziger Jahren lebte sie vorübergehend in Moskau. Sie übersetzte Literatur aus dem Russischen ins Deutsche, unter anderem Wenedikt Jerofejew, Jewgenia Ginsburg, Andrej Bitow, Pawel Sanajew, seit 1980 ist sie freie Schriftstellerin.

Sie hat zahlreiche, sehr erfolgreiche Romane geschrieben: u.a. Nachtgeschwister und Aller, fremdes Land.

Ihr Werk ist u.a. mit dem Hermann-Hesse-Preis, dem Andreas-Gryphius-Preis und dem Brüder-Grimm-Preis der Stadt Hanau ausgezeichnet worden.

Die Lesereihe Sprachen machen Leute zeigt nicht nur schlechthin, wie facettenreich die deutsche Literatur ist, sondern beweist auch, auf welch großartige Weise die zugewanderten Schriftsteller die deutsche Literatur bereichern.

Wir danken den Kooperationspartnern dieser Reihe, der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und der Thalia-Buchhandlung „Haus des Buches“.
 
Moderation: Michael G. Fritz
Beginn: 19 Uhr
Eintritt: 6 €, erm. 4 €
 

Dienstag, 3. Dezember

Literaturclub Meet & Read

Diskutieren über Literatur ist langweilig? Nicht im Erich Kästner Haus für Literatur! Vorgestellt und besprochen wird Prosa des 20. und 21. Jahrhunderts in deutscher Sprache.
Diesen Abend widmen wir den eher ungewöhnlichen Weihnachtstexten ¬– lassen Sie sich überraschen!

Neugierige sind herzlich willkommen!
Beginn: 19 Uhr
Der Eintritt ist frei.
 

Freitag, 6. Dezember

Die lange Nacht der Autoren
Lesung mit Kerstin Becker, Franziska Gerstenberg, Ulf Großmann, Lütfiye Güzel, Nancy Hünger, Uwe Kolbe, Christoph Kuhn und André Schinkel

Innen trifft auf Außen, Außen trifft auf Innen

Vier auswärtige Dichter*innen treffen auf vier einheimische, vier überregionale auf vier Dresdner, sodass es zu einer produktiven Auseinandersetzung, im besten Sinn einer osmotischen Durchdringung von Innen und Außen kommt, von poetologischen und ästhetischen Positionen.

Die Lange Nacht 2019 ist massiv „ostlastig“, was mit dem 30. Jahrestag der friedlichen Revolution zu tun hat. Es ist von höchstem Interesse, von den Erfahrungen der Autor*innen zu hören, die sich in ihrer Lyrik wiederfinden: Welche Literatur hat sie geprägt, welche Schreibanlässe hatten sie und welche Ziele verfolgten sie mit ihrer Dichtung?

Die seit vielen Jahren vom Erich Kästner Haus für Literatur gepflegte Lange Nacht stellt vor allem Lyrik vor. Dieses Genre befördert wie kaum eine andere literarische Gattung per se das Aushalten von Mehrdeutigkeit als demokratische Haltung. In Zeiten der fortgesetzten Polarisierung im öffentlichen Diskurs kommt der Lyrik eine besondere Aufgabe zu. Lyrik zeigt, dass es immer mehrere Meinungen gibt. Interpretationen können so vielseitig sein wie ihre Teilnehmer, und jede Interpretation hat ihre ureigene Berechtigung. Lyrik ist Ausdruck einer zutiefst demokratischen, freiheitlichen Haltung.  

Moderation: Michael G. Fritz
Beginn: 19 Uhr
Eintritt 6 €, erm. 4 €
 

Montag, 16. Dezember

Alle Jahrtausende wieder – Ich bringe euch alte neue Mär
Lesung und Musik

In Bethlehem wird zum Zweck der Weltmissionierung eine Fernseh-Erlösershow inszeniert, der Fötus in Marias Bauch sinniert über seinen Auftrag, der große Demiurg überlegt, ob sich die Entsendung seines Sohnes auf diesen nicht lernfähigen Planeten noch lohnt. Ochs und Esel können diese Zugereisten aus Galiläa nicht ausstehen, und Ganzjahresweihnachtsmänner im Maßanzug sind auf Beglückungstour.

Michael Bartsch changiert skrupellos zwischen der biblischen Weihnachtsgeschichte und sehr heutigen Erscheinungen. Gar nicht blasphemisch gemeint, nur vom süßlichen Klingeling entkleidet, aufgelockert durch jazzige Weihnachtsmelodien gemeinsam mit dem Pianisten Christian Mögel.

Michael Bartsch, geboren 1953, ist freier Journalist und Autor. Er arbeitete als Pressesprecher des Sächsischen Landtags und als Redakteur der Leipziger Volkszeitung.

Christian Mögel, Jahrgang 1951, ist als Klavierspieler in der Kleinkunst und im Jazz tätig.


Beginn: 19 Uhr
Eintritt 6 €, ermäßigt 4 €  
 

Sonntag, 22. Dezember

Adventslesung im Neustädter Advent

Auch in diesem Jahr findet wieder eine Lesung im Rahmen des Neustädter Advents im Lesecafé des Erich Kästner Hauses für Literatur statt.
Auf dem Programm steht natürlich (auch) Kästner, der seine so ganz eigenen Erfahrungen mit Weihnachtsmännern und Co. gemacht hat. Entstanden ist eine ganze Reihe weihnachts(un)tauglicher Texte zum Kopfschütteln, Lachen – oder beides zugleich.

Jedes Jahr lädt der Verein Dresdner Barockviertel Königstraße Prominente der Stadt aus Kultur, Wirtschaft, Politik, Sport und Wissenschaft ein, im Quartier ihre ganz persönliche Adventsgeschichte vorzutragen. Ob ganz klassisch oder neu, ob fröhlich skurril oder besinnlich - so facettenreich wie das Viertel zwischen Albertplatz und Augustusbrücke ist auch das Programm.

Beginn: 18 Uhr
Eintritt frei
 


Gelungener Startschuss für das Erich Kästner MuseumsMobil

Am vergangenen Sonntag wurde im Rahmen des Sommerfests im Garten der Villa Augustin in Dresden das neue MuseumsMobil des Erich Kästner Museums eingeweiht. Der gelbe VW Crafter, bereits liebevoll MuMo genannt, wird ab September in Sachsen und auch darüber hinaus unterwegs sein, um mit Menschen jeden Alters anhand verschiedenster Exponate rund um Erich Kästner in den Austausch zu kommen.

Als Gast geladen war unter anderem der Schirmherr des MuseumsMobils, Ministerpräsident Michael Kretschmer, der die Idee und Entwicklung des MuMo bereits seit langem kennt und unterstützt. „Das auffällig gelbe MuseumsMobil bringt Kästner aufs Land. Eine schöne Idee, so Stadt und Land miteinander zu vernetzen und die Möglichkeiten zu schaffen, miteinander ins Gespräch zu kommen. Mit dieser kreativen Vermittlung von Literatur leistet das Museum seinen ganz eigenen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt, der mir sehr am Herzen liegt.“  Für die Förderung von Solidarität und Zusammenhalt sprach sich auch Dr. Hartmut Mangold, Staatssekretär für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, aus, der das Projekt maßgeblich unterstützt hat.

Der Vorstandsvorsitzende des Fördervereins für das Erich Kästner Museum und Architekt des im Jahr 2000 eröffneten micromuseum, Ruairí O'Brien, betonte den interaktiven und verbindenden Charakter des MuseumsMobils, der bereits als Kerngedanke die Gestaltung der Ausstellung im Erich Kästner Museum durchzieht. „Mobilität steht für ein „Auf-einander-zugehen“ und ein „Sich-begegnen.““

Bei schönstem Wetter konnten die zweihundert Besucher*innen des Sommerfestes nach der feierlichen Enthüllung des VW Crafters selbst die Wirkkraft des MuMo erleben und rund um und im MuseumsMobil miteinander ins Gespräch kommen. Lesungen der im Literaturhaus ansässigen Vereine Literaturner e.V., Anderlein 17 e.V. und des Literaturclubs Meet&Read sowie die musikalische Unterhaltung durch das Dresdner Projekt „Paradiesisch Musizieren“ rundeten das Programm ab, durch das Kästners Oberkellner Nietenführ persönlich führte.

Der vom VW-Konzern gesponsorte Crafter beherbergt 7 Leichtbaumodule, in deren Kästen, Koffern und Schubern eine Vielzahl an mehrmedialen Exponaten rund um Leben und Werk Kästners untergebracht sind. Sie laden Menschen jeden Alters zum individuellen und spielerischen Entdecken im Kästner-Kosmos ein.
Die Ausstellung wird vor Ort den Besucher*innen in Innenräumen und auf öffentlichen Plätzen offenstehen. Dabei bietet sie bewusst Raum für eigene Ideen und das aktive Mitgestalten der stetig wachsenden Ausstellung.
Ab September nimmt das Mobil seine Touren durch Sachsen auf. Jede Station wird es im 14-tägigen Rhythmus bis Ende des Jahres anfahren.

Alle Infos zu den jeweiligen Stationen mit aktueller Terminliste sowie erste Eindrücke der Ausstellung finden sich ab Oktober auf der Homepage des Erich Kästner Museums unter www.kaestnerhaus-literatur.de.

Die Fotos von Lutz Rößiger dürfen kostenlos weiterverwendet werden.

 

 
 

© Lutz Rößiger

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